Du möchtest eine Fachkraft für dein Team gewinnen, erreichst über Stellenanzeigen aber nur wenige passende Personen. Viele geeignete Fachkräfte sind bereits beschäftigt und suchen gerade nicht aktiv nach einem neuen Job. Dazu gehören auch Personen, die Jobportale oder berufliche Netzwerke wie LinkedIn und XING kaum nutzen.
Mit bezahlten Anzeigen auf Facebook und Instagram kannst du sie im alltäglichen Feed auf dein Unternehmen und die offene Stelle aufmerksam machen. Google-Anzeigen können den bezahlten Recruitingmix ergänzen. Ein verständliches Angebot gibt Interessenten einen konkreten Anlass, mehr über die Aufgabe zu erfahren.
Die entstehenden Kontakte werden häufig als Leads bezeichnet. Für deinen Kostenvergleich zählt, welche Arbeit die Agentur bis zur Übergabe übernimmt und was danach bei deinem Team bleibt. Dieser Artikel zeigt dir die Kostenbestandteile und erklärt, wie du Kampagnen, Kontaktpreise und persönlich vorqualifizierte Kandidaten vergleichst.
Die Gesamtkosten einer Social Recruiting Kampagne setzen sich aus diesen Teilen zusammen:
- Einrichtung
- laufende Betreuung
- Medienausgaben
- anschließende Bearbeitung der Kontakte.
Welche Positionen separat berechnet werden, hängt vom Angebot ab. Vergleiche deshalb den Gesamtumfang für denselben Suchauftrag und denselben Zeitraum.
Mit der folgenden Kalkulation kannst du konkrete Agenturangebote nebeneinanderlegen.
Was kaufst du bei einer Social Recruiting Agentur?
Social Recruiting nutzt soziale Plattformen, um ein Stellenangebot sichtbar zu machen und Interessenten zu gewinnen. Eine Agentur kann dabei unterschiedliche Aufgaben übernehmen:
- Such- und Kampagnenkonzept
- Texte, Bilder oder Videos
- technische Einrichtung des Bewerbungswegs
- laufende Anzeigenbetreuung
- erste Kontaktaufnahme und Terminierung
- Vorqualifikation nach deinen Kriterien
- Bericht und Übergabe an dein Team
Lass im Angebot festhalten, welche Schritte die Agentur übernimmt: von der Kontakterfassung bis zum persönlichen Gespräch über Erfahrung, Gehaltsrahmen und Wechselmotivation.
Was bedeutet eine Abrechnung pro Lead?
Bei manchen Angeboten bezahlst du pro übergebenem Kontakt. Das kann zum Beispiel ein ausgefülltes Kurzformular mit Kontaktdaten und Antworten auf erste Fragen sein. Für den Vergleich sind drei Schritte wichtig:
- Kontakt eingegangen: Eine Person hat das Formular ausgefüllt und ihre Daten hinterlassen.
- Person erreicht: Es hat ein persönliches Gespräch stattgefunden, in dem ihr das Interesse an der Rolle klären könnt.
- Persönlich vorqualifiziert: Erfahrung, Musskriterien, Gehaltsrahmen und Wechselinteresse wurden im Gespräch geprüft.
Bei einer reinen Leadübergabe übernimmt dein Team die Anrufe, das Nachfassen und die persönliche Qualifizierung. Lass im Angebot festhalten, wer diese Aufgaben erledigt und welchen Stand ein Kontakt bei der Übergabe erreicht haben soll.
Die Kosten in vier Positionen aufteilen
Einrichtung
Hier können beispielsweise Konzept, Materialproduktion und technische Einrichtung enthalten sein. Prüfe, ob vorhandene Unterlagen genutzt werden können und welche Inhalte deinem Unternehmen anschließend zur Verfügung stehen.
Laufende Betreuung
Die Betreuung kann als feste Gebühr oder nach einem anderen Modell vereinbart sein. Kläre den Zeitraum, den Umfang der Optimierung und die Bedingungen für Pause oder Kündigung.
Werbebudget
Das Medienbudget finanziert die Ausspielung. Lass dir erklären, ob es direkt über dein Werbekonto abgerechnet wird oder Teil einer Agenturrechnung ist. Falls auf das Budget eine Verwaltungsgebühr erhoben wird, sollte ihre Berechnung klar erkennbar sein.
Interne Bearbeitung
Plane die Zeit für Anrufe, Nachfassen, Qualifizierung und Auswahl ein, die nach der vereinbarten Agenturleistung bei deinem Team bleibt.
Alle Beträge, Stunden und Ergebnisse im folgenden Beispiel sind selbst gewählte Annahmen.
Annahme: eine Kampagne für eine Fachposition, zunächst über zwei Monate.
| Position | Annahme | Betrag |
|---|---|---|
| Einrichtung | einmalig | 2.400 € |
| Betreuung | 2 Monate × 900 € | 1.800 € |
| Medien | 2 Monate × 1.200 € | 2.400 € |
| Direkte Kampagnenausgaben | Summe | 6.600 € |
| Bewertete interne Arbeit | 30 Stunden × 50 € | 1.500 € |
| Gesamte bewertete Suchkosten | Summe | 8.100 € |
Das Beispiel rechnet mit dem Medienbudget ohne zusätzlichen Verwaltungsaufschlag. Die internen Stunden bilden die gebundene Kapazität ab.
Nehmen wir ausschließlich zur Veranschaulichung an, dass aus dieser Kampagne 15 Kontakte und daraus drei persönlich geprüfte, interessierte Kandidaten entstehen. Dann ergeben sich:
6.600 € direkte Ausgaben ÷ 15 Kontakte = 440 € je Kontakt
8.100 € bewertete Kosten ÷ 3 geprüfte Kandidaten = 2.700 € je KandidatDamit vergleichst du die Kosten je Kontakt und je persönlich geprüftem Kandidaten. Die Kosten je Einstellung berechnest du aus den Suchkosten und den tatsächlich erfolgten Einstellungen.
So vergleichst du Agenturangebote
| Vergleichspunkt | Was du festhalten solltest |
|---|---|
| Position und Region | Identischer Suchauftrag für alle Anbieter |
| Kampagnendauer | Mindestlaufzeit, Verlängerung und Kündigung |
| Mediabudget | Enthalten oder zusätzlich; Zahlungsweg und Begrenzung |
| Material | Anzahl und Art der vereinbarten Inhalte, Nutzungsrechte |
| Abrechnung | Feste Gebühr oder Preis pro Lead; welcher Bearbeitungsstand ist enthalten? |
| Kontaktprüfung | Wer ruft an, fasst nach und klärt Erfahrung, Musskriterien und Interesse? |
| Reaktionszeiten | Wer erreicht Interessenten und wann? |
| Bericht | Kontakte, geprüfte Kandidaten und Gründe für Ablehnungen |
| Verantwortung | Wer entscheidet über Änderungen und weiteres Budget? |
| Erfolgloser Verlauf | Welche Kosten fallen an und welche Bedingungen gelten? |
Ein Anbieter mit höherem Grundhonorar kann mehr Prüfung übernehmen. Ein günstiges Angebot kann passen, wenn dein Team die übrige Arbeit gut leisten kann. Entscheidend sind die übernommenen Aufgaben und die verbleibende interne Arbeit.
Was unterscheidet Social Recruiting von Active Sourcing?
Bei Social Recruiting soll die Ausspielung eines Angebots Interesse auslösen. Active Sourcing beginnt mit der Auswahl und direkten Ansprache beruflicher Profile. Beide Wege können anschließend dieselben Prüfschritte benötigen.
Vergleiche die Personen, die deine Anforderungen tatsächlich erfüllen und an der Position interessiert sind. Unser Beitrag Stellenanzeige oder Active Sourcing hilft bei dieser Kanalentscheidung.
Bietet ANGEHEUERT Social Recruiting an?
Ja. Wir stimmen die Suchstrategie gemeinsam mit dir ab und kombinieren je nach Stelle Stellenplattformen, Active Sourcing, Talentpools, Headhunting und Social Recruiting. So richten wir die Suche auf die Personen aus, die zu deiner Position passen.
Das Werbebudget der Social-Recruiting-Kampagnen in unserem Suchauftrag übernehmen wir. Wir rufen Interessenten an, fassen nach und prüfen Erfahrung, Interesse und Rahmenbedingungen persönlich. Außerdem koordinieren wir die nächsten Schritte und begleiten die Suche bis zur Besetzung. Du konzentrierst dich auf Gespräche mit vorqualifizierten Kandidaten und die Auswahl der passenden Person.
Für die Talent-Garantie vereinbaren wir 3.000 Euro Einrichtung plus ein vorab individuell festgelegtes Erfolgshonorar. Die Beträge legen wir vor Suchstart fest.
Geld zurück bei Nichterfolg.
Drei Punkte vor dem Start
Lege zuerst fest, was als geeigneter Kandidat zählt. Beschreibe notwendige Erfahrung, Gehaltsrahmen, Arbeitsmodell und Interesse an der Position.
Vereinbare anschließend einen gemeinsamen Übergabeprozess. Jeder Kontakt sollte einen verantwortlichen Ansprechpartner und einen nachvollziehbaren nächsten Schritt haben.
Lege fest, wann ihr die Ergebnisse auswertet. Prüfe zum Beispiel, ob eine geänderte Ansprache mehr geeignete Kandidaten erreicht. Nutze dieses Ergebnis, um über eine Verlängerung und weitere Medienausgaben zu entscheiden.
Häufige Fragen
Das hängt von Rolle, Region, Kanal und geplantem Zeitraum ab. Beginne mit einem begrenzten vereinbarten Etat und überprüfe die Qualität der entstandenen Kontakte.
Vergleiche, ob der Preis einen Formulareingang, einen telefonisch erreichten Interessenten oder einen persönlich vorqualifizierten Kandidaten umfasst. Kläre dabei, wer die Anrufe und die Prüfung von Erfahrung, Rahmenbedingungen und Wechselmotivation übernimmt.
Das ist eine Vertragsfrage. Prüfe den genauen Gegenstand: Kontaktzahl, persönlich geprüfte Kandidaten, Nachleistung oder Erstattung. Halte die vereinbarten Leistungen und Bedingungen im Angebot fest.
Prüfe getrennt, was mit Anzeigen, Mediabudget, Betreuung, Mindestlaufzeit und dem Zugang zu Material oder Daten geschieht. Bereits erbrachte Arbeit und laufende Verpflichtungen können unterschiedlich behandelt werden.
Ergänze die Leistungen, die im Agenturangebot fehlen und intern übernommen werden müssen. Nutze danach denselben Kosten- und Suchumfang. Unser Vergleich der Recruitingmodelle zeigt diese Systematik.
Den Suchumfang zuerst klären
Wenn du den gewünschten Kandidaten, die internen Aufgaben und den Budgetzeitraum festgelegt hast, werden Agenturangebote vergleichbar. Für einzelne Portalbuchungen findest du ergänzend die Übersicht zu Stellenanzeigenkosten.
Du möchtest wissen, wie realistisch die Besetzung deiner Stelle ist und was sie kosten würde? Unverbindliches Angebot mit genauen Besetzungskosten einholen. Innerhalb von 24 Stunden erhältst du eine Einschätzung.
Wir haben bereits 160+ Unternehmen unterstützt und 550+ erfolgreiche Einstellungen begleitet. Social Recruiting ist dabei ein möglicher Baustein. Je nach Stelle kombinieren wir Headhunting, Active Sourcing, Social Recruiting und Stellenplattformen.
Social-Recruiting-Kosten im Rechenbeispiel