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Fachkräftemangel

Fachkräftemangel 2026: Stellen in Deutschland und Österreich besetzen

  • ANGEHEUERT Recruiting-Team

  • Veröffentlicht am 1. Juni 2026

  • Aktualisiert am 3. November 2026

  • 7 Min. Lesezeit

Du möchtest eine Stelle besetzen. Doch passende Bewerbungen bleiben aus. Oder interessante Kandidaten entscheiden sich für einen anderen Arbeitgeber. Wie schwierig die Suche wird, hängt von der Rolle, dem Standort und den Angeboten anderer Arbeitgeber ab.

Für Unternehmen in Deutschland und Österreich lohnt sich deshalb der Blick auf den tatsächlichen Wettbewerb um ihre Zielgruppe. Dazu gehören Arbeitgeber im Pendelradius, ähnliche Stellenangebote, Gehalt, Arbeitszeiten und die Geschwindigkeit im Bewerbungsprozess.

Arbeitsmarktdaten geben dir dafür eine erste Orientierung. Aktuelle Gespräche mit Kandidaten zeigen, was an deinem Angebot überzeugt und wo du nachschärfen kannst. In diesem Artikel verbinden wir die Daten mit konkreten Schritten für deine Stellenbesetzung.

Fachkräftemangel in Deutschland und Österreich: die Daten

Arbeitsmarktdaten: Stand 13. Oktober 2026. Zu jeder Quelle ist der Bezugszeitraum angegeben.

LandDatierter Befund oder QuelleWas du daraus ablesen kannst
DeutschlandBA-Engpassanalyse für 2025: 157 Berufsgattungen mit Engpässen; Veröffentlichung September 2026Beruflich abgegrenzte Engpasslage
ÖsterreichStatistik Austria: 123.400 offene Stellen im 2. Quartal 2026; Quote 2,9 %Arbeitskräftenachfrage der Erhebung, keine Zahl fehlender Fachkräfte

Quellen: Bundesagentur für Arbeit, Ergebnisse 2025, Statistik Austria, offene Stellen.

Deutschland: Beruf und Region statt pauschaler Mangel

In den BA-Ergebnissen für 2025 bestehen unter anderem Engpässe in Pflege-, Gesundheits-, Bau- und Handwerksberufen. Für Softwareentwicklung wurde in dieser Analyse dagegen kein Engpass mehr festgestellt. Diese Einordnung betrifft die betrachtete Berufsgattung und das Bezugsjahr. Eine spezielle Kombination aus Erfahrung, Standort und Aufgaben kann trotzdem eine anspruchsvolle Suche ergeben. BA-Ergebnisse

Für deine Besetzung vergleichst du die konkrete Rolle mit anderen Angeboten in der erreichbaren Region. Bei einer Softwareposition können etwa Branchenkenntnis, die eingesetzten Technologien und die gewünschte Präsenz am Standort bestimmen, welche Personen passen. Beschreibe diese Anforderungen und zeige, was dein Unternehmen dafür bietet.

Österreich: offene Stellen und Mangelberufe unterscheiden

Die Offene-Stellen-Erhebung beschreibt Arbeitskräftenachfrage. Sie erfasst auch unterschiedliche Qualifikationsanforderungen. Die gesetzlich geführten Mangelberufslisten haben einen anderen Zweck und unterscheiden bundesweite von regionalen Einträgen.

Bei einer Suche in Österreich legst du Arbeitsort, Aufgaben und benötigte Qualifikation gemeinsam fest. Schau dann auf die Arbeitgeber, die im selben Einzugsgebiet ähnliche Personen suchen: Welche Gehälter, Arbeitszeiten und Entwicklungsmöglichkeiten bieten sie? Unser Artikel zum Fachkräftemangel in Österreich vertieft die Daten und den regionalen Suchradius.

Mit welchen Arbeitgebern konkurriert deine Stelle?

Für passende Kandidaten zählt das konkrete Angebot. Stelle deine Position den tatsächlich erreichbaren Alternativen gegenüber:

  • Rolle und Erfahrung: Welche Aufgaben, Verantwortung und Seniorität werden bei ähnlichen Stellen gesucht?
  • Einzugsgebiet: Welche Arbeitgeber sind im realistischen Pendelradius erreichbar? Welche zusätzlichen Möglichkeiten eröffnet Remote-Arbeit?
  • Vergütung: Vergleiche Jahresbrutto, Sonderzahlungen und variable Bestandteile zusammen mit der vereinbarten Arbeitszeit.
  • Arbeitsbedingungen: Wie sehen Präsenz, Schichten, Reiseanteil, Flexibilität und planbare freie Zeit aus?
  • Entwicklung: Welche Verantwortung, Lernmöglichkeiten und nächsten Schritte bietet die Position?
  • Bewerbungsprozess: Wie schnell kommen Kandidaten zu einem Gespräch und einer verbindlichen Entscheidung?

Gehaltswettbewerb im Grenzraum

Auch Schweizer Arbeitgeber können für Personen im Grenzraum eine Alternative sein. Die OECD weist für 2025 folgende Vergleichswerte aus:

LandDurchschnittlicher Bruttojahreslohn in kaufkraftbereinigten US-Dollar
Deutschland93.985
Österreich86.370
Schweiz106.532

OECD-Schätzwerte für Vollzeitbeschäftigte, 2025; US-Dollar mit gleicher Kaufkraft (PPP). Quelle: OECD, Taxing Wages 2026, Tabelle 1.3.

Die Schweiz liegt in dieser Vergleichsreihe höher. Für deinen Arbeitgebervergleich im Grenzraum lohnt sich deshalb ein Blick auf die konkret erreichbaren Schweizer Angebote, die Arbeitszeit und den Pendelaufwand.

Drei Ursachen, die du im Unternehmen prüfen kannst

Anforderungen passen nicht zum erreichbaren Profil

Manche Aufgaben benötigen bestimmte Erfahrung sofort. Andere lassen sich in der Einarbeitung vermitteln. Wenn jedes Kriterium zur zwingenden Voraussetzung wird, schränkst du den Suchraum möglicherweise unnötig ein.

Beschreibe zu jedem Musskriterium, für welche Aufgabe es benötigt wird. Prüfe danach, ob ein verwandtes Profil diese Aufgabe mit vertretbarer Einarbeitung übernehmen kann.

Das Wechselangebot ist unklar

Arbeitsort, Gehaltsrahmen, Arbeitszeiten, Verantwortung und Entwicklungsmöglichkeiten gehören zum Angebot. Ein Kandidat kann fachlich passen und trotzdem keinen nachvollziehbaren Anlass für einen Wechsel erkennen.

Illustratives Beispiel: Bei einer Automatisierungsrolle ist ein unklarer Reiseanteil eine konkrete offene Frage. Ob Anlagen regional betreut oder regelmäßig internationale Einsätze erwartet werden, verändert das Angebot. Weitere Informationen zu diesem Fachbereich findest du unter Automatisierung und Industrie.

Der Prozess verliert passende Kandidaten

Prüfe, wie schnell Interesse bearbeitet wird, ob Gespräche vorbereitet sind und wer die Entscheidung treffen kann. Marktknappheit und interne Wartezeiten können gleichzeitig auftreten.

Unser Beitrag zur Reduzierung der Vakanzzeit hilft, die Suchphasen einzeln zu messen. Die Kosten einer unbesetzten Stelle kannst du davon getrennt wirtschaftlich kalkulieren.

Was du aus Kandidatengesprächen über den Markt erfährst

Stellenanzeigen zeigen, womit andere Unternehmen werben. Im persönlichen Kontakt erfährst du, welche Bedingungen für die angesprochenen Personen tatsächlich entscheidend sind:

  • Welche Aufgaben und Arbeitgebervorteile wecken Interesse?
  • Welche Gehaltsvorstellungen und Arbeitsmodelle werden genannt?
  • Warum wird ein Gespräch angenommen oder ein Angebot abgelehnt?
  • Wo entstehen Wartezeiten oder offene Fragen im Auswahlprozess?

Sammle diese Rückmeldungen für die jeweilige Rolle und Region. Wiederholen sich bestimmte Absagegründe, kannst du mit dem Fachbereich gezielt am Gehaltsrahmen, Arbeitsmodell, Anforderungsprofil oder Suchradius arbeiten.

Ein externer Recruitingpartner bringt durch den laufenden Kontakt mit der Zielgruppe Markt- und Kandidatenfeedback in diese Abstimmung ein. Bei ANGEHEUERT verbinden wir die persönliche Ansprache und Vorqualifizierung mit Rückmeldungen zu deinem Angebot und Prozess. So lässt sich die Suche anpassen, wenn neue Arbeitgeberangebote oder veränderte Wechselwünsche die Zielgruppe beeinflussen.

So entsteht ein konkreter Maßnahmenplan

  1. Rolle abgrenzen: Welche Leistung soll die neue Person übernehmen, welche Kenntnisse sind notwendig?
  2. Markt prüfen: Welche Berufs- und Regionaldaten liegen vor, und welche Arbeitgeber bieten vergleichbare Rollen an?
  3. Bisherige Suche auswerten: Wie viele geeignete Kontakte, Gespräche und Angebote gab es in vergleichbaren Suchen?
  4. Angebot schärfen: Welche Bedingungen sind für die Zielgruppe entscheidend und bereits klar beschrieben?
  5. Suchwege wählen: Wo kann die relevante Zielgruppe tatsächlich angesprochen werden?
  6. Ergebnis auswerten: Welche Annahme hat sich bestätigt und welcher Engpass bleibt bestehen?

Für den Kanalvergleich ist unser Artikel Stellenanzeige oder Active Sourcing der passende nächste Schritt.

Häufige Fragen

Deine offene Stelle mit ANGEHEUERT besetzen

ANGEHEUERT unterstützt Unternehmen in Deutschland und Österreich dabei, offene Stellen zu besetzen. Gemeinsam schärfen wir das Profil und das Arbeitgeberangebot. Wir sprechen passende Personen an, klären Erfahrung und Wechselinteresse persönlich und begleiten die Suche bis zur Besetzung. Rückmeldungen aus den Gesprächen fließen in die weitere Suche ein.

Du möchtest wissen, wie realistisch die Besetzung deiner Stelle ist und was sie kosten würde? Unverbindliches Angebot mit genauen Besetzungskosten einholen. Innerhalb von 24 Stunden erhältst du eine Einschätzung.

Wir haben bereits 160+ Unternehmen unterstützt und 550+ erfolgreiche Einstellungen begleitet. Für die jeweilige Rolle und den gewählten Arbeitsmarkt kombinieren wir je nach Bedarf Headhunting, Active Sourcing, Social Recruiting und Stellenplattformen.

Quellen und Stand

Arbeitsmarktdaten: übernommener Stand vom 13. Oktober 2026, BA-Engpassanalyse für 2025 und Statistik Austria für das zweite Quartal 2026. Gehaltsvergleich: OECD Taxing Wages 2026, Tabelle 1.3, Schätzwerte für 2025; abgerufen am 3. November 2026. Das Rollenbeispiel ist illustrativ.