Was ist die Vakanzzeit – und warum ist sie so hoch?
Die Vakanzzeit beschreibt die Zeitspanne zwischen dem geplanten Besetzungstermin einer Stelle und ihrer tatsächlichen Besetzung. Sie ist einer der wichtigsten Indikatoren dafür, wie stark ein Unternehmen vom Fachkräftemangel betroffen ist.
In vielen Branchen hat sich diese Zeit dramatisch verlängert. Der Grund ist selten ein schlechter Recruiting-Prozess allein – vielmehr eine Kombination aus knappem Kandidatenangebot, hohem Wettbewerb um dieselben Profile und einer Kandidatenschaft, die immer seltener aktiv auf Jobsuche ist. Wer ausschließlich auf eingehende Bewerbungen wartet, verlängert die eigene Vakanzzeit unnötig.
Die Branchen mit den längsten Wartezeiten
Altenpflege: Mit 286 Tagen führt die Pflege die Liste an. Bei einem Mangel von über 200.000 Fachkräften bundesweit verschärft sich die Lage weiter.
Baugewerbe: 273 Tage durchschnittliche Vakanzzeit. Besonders kritisch bei Elektrikern, Zimmerleuten und Maurern.
SHK & Gebäudetechnik: 246 Tage. Industrie 4.0 und der Umbau zu klimafreundlicher Gebäudetechnik treiben die Nachfrage zusätzlich.
IT & Technik: Zwar etwas kürzere Vakanzzeiten, dafür die höchsten Tageskosten – eine unbesetzte IT-Stelle schlägt mit rund 496 Euro pro Tag zu Buche.
Was eine lange Vakanzzeit wirklich kostet
Eine unbesetzte Stelle ist kein neutraler Zustand – sie verursacht laufende Kosten. Dazu zählen entgangener Umsatz, Überlastung des bestehenden Teams, verschobene Projekte und im schlimmsten Fall die Abwanderung überlasteter Mitarbeiter.
Rechnet man die 496 Euro Tageskosten einer IT-Vakanz auf eine durchschnittliche Besetzungsdauer hoch, entstehen schnell fünfstellige Summen pro Position. Bei mehreren offenen Stellen summiert sich das zu einem ernsthaften Geschäftsrisiko.
Wie Unternehmen die Time-to-Hire senken
1. Proaktiv suchen statt warten Active Sourcing erreicht auch die rund 70 Prozent der Fachkräfte, die nicht aktiv suchen, aber wechselbereit sind. Das verkürzt die Suche erheblich.
2. Prozesse straffen Lange Entscheidungswege und verzögerte Rückmeldungen kosten die besten Kandidaten. Schnelle, klare Prozesse sind ein echter Wettbewerbsvorteil.
3. Mit garantierten Ergebnissen arbeiten Ein externer Partner mit definierter Mindestanzahl an qualifizierten Bewerbungen und Talent-Garantie macht die Besetzungsdauer planbar – statt sie dem Zufall zu überlassen. ANGEHEUERT erreicht eine durchschnittliche Time-to-Hire von 29 Tagen.
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